Nicaragua
- Menschenrechtspolitische Agenda, die unsere Partnerorganisation Red de Desarrollo Sostenible 2010 mit Untertsützung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und des Auswärtigen Amtes in mehreren regionalen Workshops mit LGBTI erarbeitet hat (in Spanisch)
- Video zur menschenrechtspolitischen Agenda (in Spanisch)
- Erklärung unserer nicaraguanischen Partnerorganisation Red de Desarrollo Sostenible (RDS) zum Tag des Gay Pride 2011: Respekt, Gerechtigkeit und Gleichheit für die sexuelle Vielfalt!
- Pressemitteilungen unserer nicaraguanischen Partnerorganisation Red de Desarrollo Sostenible (RDS) zu ihren LGBTI-Menschenrechtsworkshops im Herbst 2010 (in Spanisch)
- Gay Pride Managua 2010
- „Kein Mann wird als Gewalttäter oder Macho geboren“. Interview mit dem Gender-Aktivisten Ebén Díaz aus Nicaragua. Autor: Sebastian Henning. In: Lateinamerika Nachrichten, 414 / Dezember 2008
- El amor merece respeto (Liebe verdient respekt)
- Kampf für Menschenrechte. Hirschfeld-Eddy-Stiftung unterstützt Lesben und Schwule in Nicaragua. Autor: Klaus Jetz. In: ila 307/Juli 2007.
- Menschenrechte absichern. In Nicaragua schauen Staat und Justiz den Bürgern noch unter die Bettdecke. Autor: Klaus Jetz. In: respekt! – Zeitschrift für Lesben- und Schwulenpolitik, 02/2007, Seite 13.
- Aktionsaufruf und Unterzeichner
- Spendenaufruf
- Fotos unserer Partnerorganisation
- Fotos vom Gay Pride in Managua 2008
Liebe verdient Respekt

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung hatte im vergangenen Jahr zu Spenden für eine Aufklärungs- und Akzeptanzkampagne in Nicaragua aufgerufen. Es kamen rund 1.000 Euro zusammen. Mit den eingeworbenen Spendengeldern konnte der Auftritt unserer Kooperationspartner vom Netzwerk für sexuelle Vielfalt beim Gay Pride in Managua in diesem Jahr unterstützt werden.
Darüber hinaus haben wir Redaktion, Layout und Druck einer Akzeptanz- und Informationsbroschüre zum Thema Homosexualität unterstützt. Sie trägt den Titel "El amor merece respeto" (also "Liebe verdient Respekt"). Allen Spenderinnen und Spendern sagen wir auch im Namen unserer nicaraguanischen Freundinnen und Freunde ganz herzlichen Dank.
Hier gibt es die Broschüre als PDF-Download (600 KB).
Bericht in der ILA (Informationsstelle Lateinamerika, Bonn) Nr. 321 (Dez. 2008)
Neues Strafgesetzbuch in Kraft getreten
Am 9. Juli 2008 trat das neue nicaraguanische Strafgesetzbuch endlich in Kraft. Artikel 204, der seit 1992 einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen als "Sodomie" unter Strafe stellte, wurde endgültig abgeschafft. Der Kampf in Nicaragua selbst und auf interntionaler Ebene gegen das Strafgesetz, Kampagnen wie die von amnesty international und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung im vergangenen Jahr, waren also erfolgreich.
Dennoch darf bei aller Freude nicht vergessen werden, dass das neue Strafgesetzbuch die therapeutische Abtreibung unter Strafe stellt und somit "tausende von Frauen, insbesondere die Ärmsten zum Tode verurteilt. Deshalb kämpfen wir weiter, bis das Recht auf Leben unserer Mitbürgerinnen wieder hergestellt ist", so die nicaraguanische Lesbenorganisation Grupo Safo.
Die Abschaffung von Artikel 204 ist ein Etappensieg, es bleibt aber noch viel zu tun, bis lgbti in Nicaragua endlich in den Genuss voller und gleicher Bürgerrechte kommen. Unsere Freundinnen und Freunde in Nicaragua bleiben, auch mit unserer Unterstützung, am Ball.
Archiv
Nicaragua ist das einzige spanischsprachige Land, das einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen Erwachsenen noch strafrechtlich verfolgt. In dem mittelamerikanischen Land schauen Staat und Justiz den Bürgern unter die Bettdecke, die Privatsphäre von Lesben und Schwulen wird massiv verletzt. Während Chile, Puerto Rico oder Ecuador in den 1990er Jahren antihomosexuelle Strafgesetze tilgten, fügte Nicaragua im Juni 1992 Artikel 204 ins Strafgesetzbuch ein.

