Förderungen 2008 – 2010

Unter schwierigsten, zum Teil lebensgefährlichen Bedingungen kämpfen Lesben, Schwule und Transgender weltweit um ihre Rechte. Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung unterstützt diese Aktivistinnen und Aktivisten mit der Einwerbung von öffentlichen und privaten Mitteln. Durch internationale Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit kann den Partnerorganisationen ganz konkrete Hilfe geleistet werden. Jede Spende fließt eins zu eins direkt in die Unterstützung der Projekte vor Ort. Hier eine Übersicht über die finanzierten Projekte:

  • Türkei: Unterstützung unserer Partnerorganisation „Black Pink Triangle“ in Izmir (2010), die ein ähnliches Verbotsverfahren durchlief wie Lambda Istanbul: 1.600 Euro.
  • Uganda: Unterstützung unserer Partnerorganisation „Sexual Minorities Uganda“ (SMUG), die gegen die Bestrebungen zur Verschärfung der homophoben Strafgesetze kämpft (2010): 1.500 Euro.
  • Lettland: Internationale Menschenrechtskonferenz „Human Rights and Homosexuality - Past, Present, Future“  in Zusammenarbeit mit der lettischen LGBT-Organisation Mozaika und dem Latvian Human Rights Centre, unterstützt von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ sowie der Heinrich-Böll-Stiftung, im Juni 2010 in Riga: 35.000 Euro
  • Südafrika: Unterstützung unserer Partnerorganisationen „Luleki Sizwe“ (Kapstadt) und „Lesbian and Gay Equality Project“ LGEP (Johannesburg), die gegen das Phänomen des sog. corrective rape und für mehr Akzeptanz für Lesben und Schwule kämpfen (2010): 1.200 Euro.
  • Israel: Unterstützung der Opfer des homophoben Überfalls auf das Israeli Gay Youth Centre in Tel Aviv (2009): 1000€
  • Iran: Unterstützung der iranischen Exilorganisation Iranian Railroad for Queer Refugees (2009), die sich um iranische Flüchtlinge in aller Welt kümmert: 11.500€
  • UN: Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung, COC Niederlande und ILGA konnten 2008 mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und des niederländischen Außenministeriums acht Aktivistinnen und Aktivisten aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa nach New York bringen, wo sie wichtige Lobbyarbeit für eine Erklärung zur Entkriminalisierung von Homosexualität in der UN-Vollversammlung leisteten: 11.600€
  • Türkei: Unterstützung unserer Partnerorganisation „Lambda Istanbul“, die 2008 ein Verbotverfahren durchlief und in Ankara vor dem Obersten Gerichtshof erscheinen musste: 2300€.
  • Nicaragua: Publikation der Akzeptanzbroschüre „El Amor merece Respeto“ (Liebe verdient Respekt!) in Kooperation mit unserer Partnerorganisation „Red de Diversidad Sexual“ (2008): 1000€
  • Ukraine: Durchführung des Menschenrechtskongresses „Lesbian and Gay Rights are Human Rights“ in Kooperation mit unserer Partnerorganisation „Nash Mir“ und mit Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ im Oktober 2008 in Kiew: 31.500 €
  • Deutschland: Übersetzung und Veröffentlichung der Yogyakarta-Prinzipien (2008). In ihnen wird von Menschenrechtsexpertinnen und -Experten erstmals durch dekliniert, welche Anforderungen an den Schutz von sexuellen Minderheiten sich aus völkerrechtlich bindenden Menschenrechtsstandards ergeben: 7000€

 

Uta Kehr, Vorstand der Hirschfeld-Eddy-Stiftung (Stand: Dezember 2009)