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Pressemitteilung vom 30.07.2021: Bislang konnten wir schon knapp 15.000,-€ für den Rechtshilfefonds „Prawo Nie Wyklucza“ sammeln

Deine Spende für Klagen gegen die LSBTI-feindliche Regierung in Polen

In Polen findet ein Kulturkampf mit immer bedrohlicheren Auswirkungen statt. Politiker*innen der Regierungspartei PiS, Bischöfe der katholischen Kirche und Initiativen christlich-fundamentalistischer Gruppen dämonisieren LSBTI als Gefahr für Kinder, Familien und die polnische Identität. Finanzstarke, rechtskatholische Gruppen wie ordo iuris zerren Aktivist*innen vor Gericht und zwingen sie zu teuren Gerichtsprozessen. So wurden etwa die Autor*innen des Atlas of Hate angeklagt. Sie hatten eine Karte der polnischen Städte und Gemeinden veröffentlicht, die sich zu LSBTI-freien Zonen erklärt haben. Die Gerichtskosten belaufen sich auf
40.000,- €.

Die Community wird angegriffen. Doch die wehrt sich und Du kannst mithelfen.

Seit März sammelt die Hirschfeld-Eddy-Stiftung Spenden für den Rechtshilfefonds „Prawo Nie Wyklucza“ (dt.: Das Recht schließt nicht aus). Dadurch können queere Menschen in den Prozessen von spezialisierten Anwält*innen begleitet werden. Mit dem Fonds werden Kosten für Prozessführung und anwaltlichen Beistand übernommen. Die queeren Mandant*innen zahlen kein Geld, denn die Arbeit der Anwält*innen wird durch Deine Spende finanziert. Aktuell vertreten sie bereits mehrere Fälle vor Gericht, u.a. Klagen gegen die Regierung, die notfalls bis zum polnischen Verfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof geführt werden.

Und jeder Euro hilft dabei, dass die polnische Regierung durch die Gerichte gezwungen wird, ihre LSBTI-feindlichen Gesetze endlich wieder zu streichen.

Indem Du für "Das Recht schließt nicht aus" spendest, ermöglichst Du Menschen in einer schwierigen finanziellen Situation, professionelle rechtliche Unterstützung in ihrem Fall zu erhalten, und trägst den juristischen Kampf für gleiche Rechte für LSBTI in Polen mit.

Der Rechtshilfefonds gehört zu dem Verein „Miłość Nie Wyklucza“ (Die Liebe schließt nicht aus), einer polnischen Nichtregierungsorganisation, die sich seit 2009 für die rechtliche Gleichstellung von LSBTI in Polen einsetzt und dafür mit anderen LSBTI-Organisationen und Vereinen der Zivilgesellschaft zusammenarbeitet, die ihre Ideale der Gleichberechtigung teilen.

Mit der Hirschfeld-Eddy-Stiftung konnten wir dank Eurer Spenden bereits 13.000,- € nach Polen überweisen. Das ist großartig. Danke! LSVD-Bundesvorstand Alfonso Pantisano hat für dieses Herzensprojekt weitere 2.000,- € im Rahmen einer Geburtstagsspendenaktion gesammelt. Denn jeder Euro hilft.

Wir leiten Spenden eins zu eins nach Polen weiter.

Spenden sind steuerabzugsfähig, alle Spender*innen erhalten eine Spendenbescheinigung.

Hier kannst Du einfach online spenden (Stichwort: Polen)

Spendenkonto:
Hirschfeld-Eddy-Stiftung
Konto 50 100 00
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ / BIC: 370 205 00 / BFSWDE33XXX
IBAN: DE64 3702 0500 0005 0100 00
Stichwort: Polen

Mehr Informationen und weitere direkte Spendenmöglichkeiten für dieses großartige Projekt.

Hintergrund: "LSBTI-freie Zonen" in Polen - Steigender Hass im Nachbarland. Was können Politik, Zivilgesellschaft und Community in Deutschland tun? Forderungen und Vorschläge des LSVD

Im Video berichten Milena Adamczewska-Stachura und Prof. Dr. Jakub Urbanik vom Rechtshilfefonds "Prawo Nie Wyklucza" über die aktuelle Situation in Polen, von den anstehenden Klagen und wie Eure Spenden die juristische Auseinandersetzung mit der polnischen Regierung ermöglichen.