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Uganda will Gesetz gegen Homosexualität verabschieden

Unterstützung für Lesben und Schwule in Uganda

Das Parlament von Uganda will das Gesetz gegen Homosexualität noch im Dezember verabschieden. Es sieht Strafverschärfungen bei homosexuellen Handlungen vor, „Propaganda für Homosexualität“ soll bestraft werden, auch die Einführung der Todesstrafe wird weiterhin diskutiert. Die Bundesregierung und andere Geberländer haben ihre Budgethilfe an Uganda wegen Korruptionsfällen und Unterstützung von Rebellen im Ost-Kongo ausgesetzt und in diesem Zusammenhang auch die beabsichtigte „Verschärfung der Gesetzgebung gegen Homosexuelle“ kritisiert. Dazu erklärt Axel Hochrein, Vorstand der Hirschfeld-Eddy-Stiftung: 

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung ist alarmiert über die Vorgänge in Uganda. Wir begrüßen, dass die Bundesregierung den erneuten Versuch Ugandas, die Strafen gegen Homosexuelle zu verschärfen, aufmerksam verfolgt und Druck ausübt. Die Bundesregierung muss in bilateralen Gesprächen und in der Zusammenarbeit mit Uganda versuchen, das Gesetz zu verhindern. 

Die Streichung von Hilfsgeldern muss dabei die Ultima Ratio bleiben, da dies in erster Linie die Ärmsten trifft. Unsere Stiftung hat gerade in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium eine Informationsreise von Aktivistinnen und Aktivisten aus elf afrikanischen Ländern und dem Libanon nach Berlin organisiert und betreut. Wir haben uns von ihnen auch erläutern lassen, wie wir sie im Kampf gegen solche Strafgesetze unterstützen können. 

Die zurückgehaltenen Gelder sollten in gezielte Projektarbeit fließen, etwa in Projekte zur Armutsbekämpfung, Projekte im Gesundheitsbereich und auch in Projekte, die die Einhaltung von Menschenrechtsstandards garantiert und LGBTI-Menschenrechte einschließt. 

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung arbeitet seit Jahren mit den Organisationen „Sexual Minorities Uganda“ (SMUG) und „Freedom & Roam Uganda“ (FARUG) zusammen, um die Menschenrechtssituation von Lesben, Schwulen und Transsexuellen in Uganda zu verbessern. Wir unterstützen weiterhin unsere Freundinnen und Freunde mit Spendengeldern. Auch im aktuellen Fall stehen wir mit ihnen in Kontakt. Spenden zur Unterstützung von FARUG und SMUG leitet die Hirschfeld-Eddy-Stiftung in voller Höhe weiter. 

 

Spendenkonto
Hirschfeld-Eddy-Stiftung
Stichwort: Uganda
Konto 50 100 00
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00 

 

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung
Plattform für LGBT-Menschenrechte
Chausseestr. 29
10115 Berlin
Tel.: (030) 78 95 47 63
Fax: (030) 78 95 47 79
E-Mail: hes@hirschfeld-eddy-stiftung.de
www.hirschfeld-eddy-stiftung.de

 

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