Do no harm – Risiken in der internationalen Projektarbeit minimieren

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Projekt der Hirschfeld-Eddy-Stiftung 2022

Im Rahmen des einjährigen Projekts werden Best- und First-Practice-Beispiele zur Risikominimierung in der internationalen Projektarbeit durch den Austausch mit Aktivist*innen und Fachpersonen zusammengetragen. Nähere Informationen zu unseren Publikationen und Veranstaltungen finden Sie hier:

 

Publikationen

Webtalks

Präsenzveranstaltungen

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Online-Konferenz der Hirschfeld-Eddy-Stiftung: PROJEKT 2022 "Do no harm - but do something Internationale Projektarbeit für LSBTIQ* stärken!" 3./4. November 2022
>> Programm >> Dokumentation

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Kurzdarstellung

Von Januar bis Dezember 2022 läuft das HES Projekt „Do no harm – Risiken in der internationalen Projektarbeit minimieren. Regenbogenkompetenz durch Beratung, Sensibilisierung und Vernetzung in der internationalen Menschenrechtsarbeit für LSBTI.“ 

„Do no harm“ (richte keinen Schaden an) ist die Aufforderung, genau hinzusehen. Was gut gemeint ist, ist nicht immer auch gut gemacht. Zugleich darf uns aber die Sorge vor Fehlern und möglicherweise kommender Kritik nicht handlungsunfähig machen. Die HES hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, aus langjähriger Projektarbeit gewonnenen Erfahrungen zu vermitteln. In großen und kleinen Veranstaltungen rufen wir dazu auf, das Know-how der internationalen LGBTI-Arbeit, die Regenbogenkompetenz, wie wir das auch nennen, zusammenzutragen. Mit Inputs von Expert*innen aus dem globalen Süden werden wir Fragen entwickeln und Risiken benennen. Über die Sensibilisierung und die gezielte Vernetzung im Inland wirken wir darauf hin, dass sich deutsche EZ-Organisationen nicht unbeabsichtigt an der Stigmatisierung, Verfolgung oder Diskriminierung beteiligen. Unsere Newsletter an rund 1000 Interessierte informieren, berichten über Hintergründe und laden zu den Veranstaltungen ein - regelmäßig auch zweisprachig. Es ist an der Zeit, die Best – oder genauer gesagt First-Practices zu sammeln und zu diskutieren, um besser weiterzumachen. Denn unser Motto ist: Do no harm – but do something.

Projektbeschreibung

Was gut gemeint ist, ist nicht immer auch gut gemacht.„Do no harm“ (richte keinen Schaden an) ist die Aufforderung genau hinzusehen. Deshalb hatte die Hirschfeld-Eddy-Stiftung in dem 13-Punkte-Papier für ein LSBTI-Inklusionskonzept auch gefordert, dass der Zivilgesellschaft in den Partnerländern eine zentrale Rolle zukommt und sie bei allen Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) eingebunden werden muss. 

Erfreulicherweise heißt es im LSBTI-Inklusionskonzept der Bundesregierung nun: „Die Lage von Personen und Personengruppen in vulnerablen Situationen – darunter LSBTI-Personen – gilt es, generell in der internationalen Menschenrechtspolitik, stets mitzudenken (…) Die Sicherheit und der Schutz von vulnerablen Personen ist für die Bundesregierung wichtige Maxime, entsprechend dem Grundsatz „do no harm“.
Hilfe kann Schaden anrichten – aber die Sorge darum darf nicht zur Untätigkeit führen. Deshalb hatte die Hirschfeld-Eddy-Stiftung schon 2012 als Titel für das LSBTI-Inklusionskonzept vorgeschlagen: „Do no harm – but do something“. Auf diese beiden Seiten verweist auch die Erfinderin des Do no Harm-Ansatzes, die US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftlerin, Entwicklungsforscherin und Präsidentin der „Collaborative for Development Action“ Mary B. Anderson in ihrem 1999 erschienenen Buch.
Sie betont einerseits: „Die Erfahrung zeigt, dass Hilfe — auch wenn sie wirksam ist und ihre Ziele erreicht, indem sie Leben rettet und Entwicklung fördert — zugleich in vielen Fällen Konflikte nährt, verstärkt und verlängern.“ Jedoch gilt zugleich auch: „Es wäre ein moralischer und logischer Trugschluss zu glauben, weil Hilfe Schaden anrichten kann, würde man Schaden vermeiden, indem man keine Hilfe leistet. In Wirklichkeit würde die Entscheidung Leuten in Not die Hilfe zu verweigern, unverschämt negative Konsequenzen haben.“

Do no harm — was heißt das für LSBTI-Projekte?
Zu diesem Thema lud die Hirschfeld-Eddy-Stiftung deshalb am 10. Mai 2022 in Berlin-Neukölln zum Praxisworkshop: „Do no harm- was heißt das für LSBTI-Projekte?“ ein. Zum Start des vom Bundesministerium für Justiz geförderten Projektes „Do no harm – Risiken in der internationalen Projektarbeit minimieren“ diskutierten Aktivist*innen aus dem globalen Süden mit Vertreter*innen aus der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. So stellt sich beispielsweise die Frage: Sollen internationale Geber sich für LSBTI in einem Staat engagieren, der LSBTI kriminalisiert, indem sie Anti-Diskriminierungs-Trainings mit der Polizei machen? Oder ist die Polizei als Vertreterin des Staates die falsche Adresse?

Was in einem Land gilt und die Bewegung voranbringt, kann in einem anderen Schaden anrichten. So wurde beim Workshop immer wieder deutlich: Sichtbarkeit ist ein Sicherheitsrisiko. Vorsicht ist bei Klarnamen und Fotos geboten. Und es ist wichtig, die Aktivist*innen, die gefördert werden auch langfristig abzusichern und die Anforderungen, die Geber üblicherweise an Veröffentlichungen haben, der Sicherheitslage entsprechend anzupassen. Wer einmal out ist, muss sich auch nach dem Ende eines Projektes schützen können..

Insgesamt ist es wichtig, Risikoeinschätzungen vorab und im Verlauf des Projekts durchzuführen, und die Lage vor Ort in Zusammenarbeit mit den LSBTI-Organisationen vor Ort genau zu analysieren und den Projektpartner*innen maximale Flexibilität bei veränderten Sicherheitsbedingungen geben. Da muss die deutsche Verwaltung noch einiges lernen. Der Workshop war ein gelungener Projektauftakt, denn: Do no harm, but do something!

Do no harm-Projektwebsite mit allen Texten und Veranstaltungen.

Der Kickoff Praxisworkshop hat Anfang Mai 2022 im REFUGIO in Berlin-Neukölln stattgefunden. 

Links:

Sarah Kohrt, Projektleitung, Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts: „Do no harm – Risiken für LSBTI in der internationalen Projektarbeit minimieren“ der Hirschfeld-Eddy-Stiftung. Alle Beiträge im Rahmen des Projekts sind im Blog unter dem Tag „DNH-2022″ zu finden. 


PUBLIKATIONEN

Do no harm- Risiken in der internationalen Projektarbeit für LSBTI minimieren

Alle Publikationen des Projekts „Do no harm“ der Hirschfeld-Eddy-Stiftung finden Sie unter diesem Link.

Nähere Informationen können Sie im Hintergrundartikel im Blog lesen.

  • Zwischen Bürokratie und dekolonialem Anspruch – Erfahrungen aus 8 Jahren Projektbegleitung „Masakhane“
  • https://blog.lsvd.de/zwischen-buerokratie-und-dekolonialem-anspruch/
  • Mehr Flexibilität für Nord-Süd-Projektförderung — Projekte für lesbische und indigene Frauen in Namibia. Blog-Artikel.
  • “Even with the Best Intentions in the World, We Can Sometimes Get It Wrong”. Avoiding harm in LGBTI projects: NGO expertise from donor countries Blog-Artikel.
  • „Du bist doch normal– Warum holst du diese Personen aus ihren Löchern?“ Die Autorin und Aktivistin Trifonia Melibea Obono berichtet über die Situation von LSBTIQ+ in Äquatorialguinea. Blog-Artikel.
  • Do no harm? A feminist and decolonial approach on harmful power relations Webtalk with Stephanie Leitch, ILGA World, Trindad & Tobago. Blog-Artikel.
  • LSBTI in Äquatorialguinea: Die Autorin und Aktivistin Trifonia Melibea Obono in Köln. Blog-Artikel.
  • Good Practice in der Nord-Süd-Projektförderung – feministisch, flexibel, nachhaltig? Webtalk mit Liz Frank, Women´s Leadership Centre Namibia. Blog-Artikel.
  • Artivism — von der Überzeugungskraft künstlerischer Produktionen für den Aktivismus in Tunesien, Äquatorialguinea und Kolumbien. Blog-Artikel.
  • „Knüpft Beziehungen“: Einstieg in die dekoloniale Projektpraxis: das Masakhane-Projekt – Projektsupporterinnen von LSVD und filia im Gespräch. Blog-Artikel.
  • Do something – Hauptforderungen von Hirschfeld-Eddy-Stiftung und Yogyakarta-Allianz zur Umsetzung des LSBTI-Inklusionskonzeptes. Blog-Artikel.
  • “Multiplying voices”: Doing no (more) harm to our LGBTIQ+ community in Central America: Lessons learned. Blog-Artikel (Englisch oder Spanisch)
  • No hacer (más) daño a nuestra comunidad LGBTIQ+ en América Central: Lecciones aprendidas
  • blog.lsvd.de/no-hacer-mas-dano-a-nuestra-comunidad-lgbtiq-en-america-central-lecciones-aprendidas/
  • Doing no (more) harm to our LGBTIQ+ community in Central America: Lessons learned
  • blog.lsvd.de/doing-no-more-harm-to-our-lgbtiq-community-in-central-america-lessons-learned/
  • „Es ist höchste Zeit, das eigene Handeln zu überprüfen“. Videogrußwort des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesministerium der Justiz, Benjamin Strasser, MdB. Blog-Artikel(englische Version hier).
  • Eröffnung Online-Konferenz der Hirschfeld-Eddy-Stiftung: Do no harm – but do something: Internationale Projektarbeit für LSBTI stärken! Blog-Artikel
  • Do no harm – Schadensbegrenzung in der Entwicklungszusammenarbeit mit LGBTIQ-Organisationen. Wie kann eine LSBTIQ-inklusive Friedens- und Konfliktarbeit mit postkolonialen Perspektiven aussehen? Blog-Artikel
  • Aus Angst vor Falschem nichts zu tun, ist immer falsch: Der Kampf der LSBTQI+-Community in Ghana gegen einen der queerfeindlichsten Gesetzentwürfe der Welt. Blog-Artikel
  • Durch Worte Wandel anstoßen: Trifonia Melibea Obono im Portrait. Die Romanautorin und Aktivistin Trifonia Melibea Obono verschafft mit ihren Werken lesbischen sowie bisexuellen Frauen in Äquatorialguinea Gehör. Blog-Artikel .
  • “We did it and we did it together” - UN-Menschenrechtsrat verlängert Mandat des UN-Experten für SOGI. Der LSVD setzte sich als Mitgliedsorganisation von ILGA World für die Mandatsverlängerung ein. Blog-Artikel.
  • Artivism – Wie lässt sich durch Kunst mehr LSBTIQ-Akzeptanz schaffen? LSBTIQ Aktivismus in Tunesien: Karam Aouini von der Organisation Mawjoudin aus Tunis sprach mit der Hirschfeld-Eddy-Stiftung über Artivism als mächtiges Werkzeug. Blog-Artikel
  • Wie gelingen gute und nachhaltige Projekte mit und für LSBTI in Lateinamerika? Erfahrungen aus zehn Jahren vorbildlicher Projektarbeit in Nicaragua. Welche Hoffnung gibt es nun für die LSBTI-Arbeit unter einem autoritären Regime? Blog-Artikel
  • LSBTI-Inklusionskonzept jetzt umsetzen: Umsetzungsauftrag für die neue Bundesregierung. Was folgt auf die Verabschiedung des LSBTI-Inklusionskonzepts? Forderungen und Anregungen der Hirschfeld-Eddy-Stiftung. Blog-Artikel
  • Zum internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie:  Webtalk der GIZ-Arbeitsgruppe zu Gender/HIV/Wellbeing und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, Blog-Artikel (Englisch)
  • “Help us amplify our voices through partnerships and direct cooperation”: Wie können Deutschland und die EU LSBTI in Ghana unterstützen? - Direktor von IDNOWA Davis Mac-Iyalla im Interview (Englisch)
  • Do no harm – Was heißt das für LSBTI-Projekte? Die Dokumentation des Kickoffs - halbtägiger Praxisworkshop im refugio Berlin im Mai 2022 - ist hier im Blog zu finden:

Hintergrundbericht
Fotos
Einladung
Begrüßung
Input „Do no harm- but do something“

  • Erfolgreiche Projekte von und für LSBTIQ+ in Lateinamerika: Welche Good-Practice-Beispiele identifizieren Aktivist*innen in der Entwicklungszusammenarbeit? Blog-Artikel von Ingrid Wenzl.
  • Humanitäre Hilfe für LGBTIQ-Menschen auf der Flucht: Humanitäre Hilfe darf LSBTI nicht außen vorlassen – gute Beispiele von UNHCR, ORAM und regionalen Netzwerken. Blog-Artikel Schäfer.

WEBTALKS

Online talk with the GIZ Working Group “Gender/HIV/Wellbeing” via MS TEAMS event on the 17th of May 2022 from 10:00 till 11:30 am
GIZ South Africa, Lesotho and Eswatini Gender HIV/AIDS & Employee Wellbeing  Working Group invites you to an MS TEAMS event to commemorate the International Day Against Homophobia, Transphobia and Biphobia. The 17th of May is the day back in 1990, where the World Health Organisation (WHO) declassified “homosexuality” as a mental disorder.

This year’s theme is “Our Bodies, Our Lives, Our Rights”, which many forms of advocacy are possible to remind us that many “lesbian, gay, bisexual, transgender, queer, intersex and all other people with diverse sexual orientations and identities” across the world experience high levels of violence, hate and discrimination due to their sexual orientation.
Please find a summary of the online talk here.


Webtalk: 21. April 2022, Online-Talk: Do no harm und best practice – LSBTI-Projekte in Lateinamerika

Do no harm – Aktivist*innen über gute Strategien in der Entwicklungszusammenarbeit

Hier geht's zur Einladung.

Speziell in der Zusammenarbeit mit LSBTIQ+-Projekten in vielen Ländern des Globalen Südens sind Fingerspitzengefühl und verlässliche Absprachen gefragt, um die Projektpartner*innen nicht zu gefährden. Wie eine zielführende Projektarbeit aussehen kann, berichteten zwei Kooperationspartner*innen der Hirschfeld-Eddy-Stiftung aus Nicaragua und Kolumbien.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Webtalk können Sie im Blog-Artikel nachlesen.


Activists from South Africa and Lesotho discuss with the GIZ Working Group

Zum Gedenken an den Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie 2022 in einem Webtalk mit Frauenaktivistinnen des Masakhane-Projekts und der GIZ-Arbeitsgruppe Südliches Afrika und Lesotho.

Alles rund um den Webtalk finden Sie hier und im Blog DNH-2022.


PRÄSENZVERANSTALTUNGEN

Hirschfeld Eddy Foundation cordially invites you to a networking event with activists from the Interfaith Diversity Network of Westafrica (IDNOWA).

How to support sustainably? How to do no harm? At this networking meeting we will learn first hand about the current situation in Ghana and discuss what kind of support is most needed from a small delegation of faith-based LGBTIQ-activists from Ghana.

When: Monday, 13 June, 2–3:30 PM CEST
WhereLesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD), Kleiststraße 35, 10787 Berlin
Registration: Due to limited seating, we kindly ask you to register via e‑mail with your name before Saturday, 10 June with Sarah Kohrt, project manager Hirschfeld-Eddy-Foundation: sarah.kohrtthou-shalt-not-spamhirschfeld-eddy-stiftung.de
This event will take place in English.

Guests: Davis Mac-Iyalla: IDNOWA, founder and executive director, member of the Anglican Church and two more activists
Moderators: Sarah Kohrt, Klaus Jetz, 
Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Further information and links, click here.


Do no harm – How to minimize risks in international project work

New 2022 project from the Hirschfeld Eddy Foundation

 

Web talks

Publications

In-person events

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Online conference organized by the Hirschfeld Eddy Foundation: PROJECT 2022 "Do no harm – but do something Advance international LGBTI project work!" November 3&4, 2022.
>> Programm

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Summary

In January 2022 the Hirschfeld Eddy Foundation launched the project “Do no harm – How to minimize risks in international project work. Rainbow expertise from input, awareness and networking in international LGBTI human rights work.”

“Do no harm” is a call to look closely. Good intentions do not always result in helpful practices. Yet at the same time, the fear of mistakes or criticism should not prevent us from taking action. The Hirschfeld Eddy Foundation (HES) is therefore sharing the experience gained from many years of project work. In large and small events, we are calling for know-how in international LGBTI work or “rainbow expertise” as we also call it to be concentrated. Together with experts from the global South we are developing questions and identifying risks. We are raising awareness and networking in targeted ways within Germany to ensure that the country’s development cooperation organizations do not inadvertently contribute to stigmatization, persecution or discrimination. Our newsletter, which has regular bilingual content, offers reports and background information as well as event invitations to around 1,000 subscribers. It is time to collect and discuss best practices – or rather first practices – in order to improve our efforts in the future. For our motto is “Do no harm – but do something”.

 

Project Description

Good intentions do not always lead to good results. “Do no harm” is a call to look closely. This is also why the Hirschfeld Eddy Foundation’s 13-point paper for an LGBTI inclusion plan called for civil society in partner countries to play a central role in development cooperation projects and to be involved in all aspects of these projects.

We are pleased that the German government’s LGBTI Inclusion Strategy states: “The situation of individuals and groups in vulnerable settings – including LGBTI persons – must always be borne in mind in international human rights policy. […] Ensuring the safety and protection of vulnerable persons is an important maxim for the Federal Government, in keeping with the ‘do no harm’ principle.”

Help can also harm – but the fear thereof should not prevent us from taking action. Which is why the Hirschfeld Eddy Foundation proposed “Do no harm – but do something” back in 2012 as the title for Germany’s LGBTI inclusion strategy. These two considerations are also emphasized in the 1999 book Do No Harm: How Aid Can Support Peace – or War by Mary B. Anderson, a US-American economist, development scholar and president of the Collaborative for Development Action.
On the one hand: “Experience shows that even when it is effective in doing what it is intended to do to save lives or promote development, aid too often also feeds into, reinforces, and prolongs conflicts”. Yet Anderson also notes: “It is a moral and logical fallacy to conclude that because aid can do harm, a decision not to give aim would do no harm. In reality, a decision to withhold aid from people in need would have unconscionable consequences”.

Publications

Do no harm – How to minimize risks for LGBTI in international project work

Please find all contributions that have been published as part of the project “Do no harm” here. Moreover, this background article in the HES blog further explains the key motivation behind the project

  • Do no harm - harm reduction in development cooperation with LGBTIQ organizations. What can LGBTIQ-inclusive peace and conflict work with postcolonial perspectives look like?  Blog article (in German).
  • Doing nothing for fear of doing wrong is always wrong: The struggle of the LGBTQI+ community in Ghana against one of the most queer-hostile bills in the world. Blog article (in German).
  • Sparking change through words: Trifonia Melibea Obono in portrait. Novelist and activist Trifonia Melibea Obono gives a voice to lesbian and bisexual women in Equatorial Guinea. Blog article (in German).
  • “We did it and we did it together” - UN Human Rights Council extends mandate of UN expert on SOGI. LSVD lobbied for the mandate extension as a member organization of ILGA World. Blog article (in German).
  • Artivism - How to foster LGBTI acceptance through art? LGBTIQ activism in Tunisia: A conversation with Karam Aouini of the Tunis-based organization Mawjoudin about the powerful tool of artivism. Blog article.
  • How do good and sustainable projects with and for LGBTI people succeed in Latin America? Experience from ten years of exemplary project work in Nicaragua. What hope is there now for LGBTI work under an authoritarian regime? Blog article (in German).
  • Implementing the LGBTI inclusion concept now: Implementation mandate for the new federal government. What follows the adoption of the LGBTI inclusion concept? Demands and ideas of the Hirschfeld-Eddy Foundation. Blog article (in German).
  • On the International Day Against Homophobia, Biphobia and Transphobia: Webtalk of the GIZ Working Group on Gender/HIV/Wellbeing and the Hirschfeld-Eddy Foundation, blog article.
  • “Help us amplify our voices through partnerships and direct cooperation”: how can Germany and the EU support LGBTI in Ghana? – Interview with the Director of IDNOWA Davis Mac-Iyalla.
  • Do no harm – What does it mean for LGBTI projects? Please find here the documentation of the kickoff event – a half-day practice-based workshop held at REFUGIO in Berlin in May 2022.
  • Successful projects by and for LGBTIQ+ in Latin America: what good practices do activists identify in development cooperation? Blog article (in German).
  • Humanitarian aif for LGBTIQ refugees: Humanitarian aid must not neglect the needs of LGBTI people - good examples from UNHCR, ORAM and regional networks. Blog article (in German).

Web talks

In-person events

Hirschfeld Eddy Foundation cordially invites you to a networking event with activists from the Interfaith Diversity Network of Westafrica (IDNOWA).

How to support sustainably? How to do no harm? At this networking meeting we will learn first hand about the current situation in Ghana and discuss what kind of support is most needed from a small delegation of faith-based LGBTIQ-activists from Ghana.

When: Monday, 13 June, 2–3:30 PM CEST
WhereLesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD), Kleiststraße 35, 10787 Berlin
Registration: Due to limited seating, we kindly ask you to register via e‑mail with your name before Saturday, 10 June with Sarah Kohrt, project manager Hirschfeld-Eddy-Foundation: sarah.kohrtthou-shalt-not-spamhirschfeld-eddy-stiftung.de
This event will take place in English.

Guests: Davis Mac-Iyalla: IDNOWA, founder and executive director, member of the Anglican Church and two more activists
Moderators: Sarah Kohrt, Klaus Jetz, 
Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Further information and links, click here.

Do no harm — What does that mean for LGBTI projects?


The Hirschfeld Eddy Foundation (HES) invited participants to a practice-based workshop on this topic on 10 May 2022 in Berlin-Neukölln. The Federal Ministry of Justice (BMZ) is funding the HES project “Do no harm – How to minimize risks in international project work”, and the workshop with a discussion between activists from the global South and representatives of German development cooperation. Questions were raised such as: Should international donors engage with countries that criminalize LGBTI people by doing anti-discrimination training with their police forces – or is it the wrong approach to work with state representatives like the police?

Projects that help the movement in some countries can lead to harm in others. Workshop participants repeatedly emphasized that visibility is a security risk. Real names and photos should be treated with care. It is also important to ensure the long-term security of activists who receive funding, and to modify the usual donor publication requirements if necessary to address safety considerations. Individuals who are “out” need to be able to protect themselves when their projects come to an end.

In general it is important to conduct risk assessments both before and during a project, which means evaluating the situation on site and in detail with local LGBTI organizations, and to give project partners the maximum leeway if security conditions change. German administrative bodies have a fair amount to learn here. The workshop was a successful kick-off for the project, under the guiding principle of: Do no harm, but do something!

Do no harm-Projectwebsite with all texts and events.

The workshop was held on 10 May 2022 at REFUGIO in Berlin-Neukölln. 

For more information on the kick-off event see the following links: 

All texts for the practice-based workshop “Do no harm – What does that mean for LGBTI projects?” are in the HES blog under “Kickoff 22”: blog.lsvd.de/tag/kickoff-22/


“Artivism is a compelling way to combat hostile attitudes toward our community, and a beautiful alternative and powerful means of raising awareness for greater acceptance of LGBTIQ people”, says Karam Aouini, organizer of the first Queer Film Festival in Tunis and member of the Mawjoudin LGBTIQ organization in Tunis. Details of the event are here and in the HES blog under DNH-2022.

Karam Aouini from Mawjoudin — a partner organization of the Hirschfeld Eddy Foundation in Tunisia ‒ talks at an event in Berlin about his activism and his “artivism” which revolves around art. A summary of the talk is available here.

Do no harm – What does that mean for LGBTI projects? A practice-based workshop for development cooperation

Help can also harm – but the fear thereof should not prevent us from taking action. That’s why the Hirschfeld Eddy Foundation proposed “Do no harm – but do something” back in 2012 as the title for the German government’s LGBTI inclusion strategy.

These two considerations are also emphasized in the 1999 book Do No Harm: How Aid Can Support Peace – or War by Mary B. Anderson, a US-American economist, development scholar and president of the Collaborative for Development Action.
blog.lsvd.de/do-no-harm-but-do-something-hintergrundbericht-auftaktveranstaltung/

The Hirschfeld Eddy Foundation (HES) therefore sent out invitations to a practice-based workshop on 10 May 2022 in Berlin-Neukölln. Entitled “Do no harm – What does that mean for LGBTI projects?”, the event was designed for members of large and small NGOs, implementing organizations, the LGBTI community, migrant organizations, aid organizations, and international faith-based organizations. It featured discussions between activists from the global South and representatives from German development cooperation.

Practice-based workshop, Hirschfeld Eddy Foundation welcome by Klaus Jetz  

 Sarah Kohrt, project director, Hirschfeld Eddy Foundation

Practice-based workshop, Hirschfeld Eddy Foundation publications from the Hirschfeld Eddy Foundation

For more information on the event see the following links: 

Invitation
Photos
Welcome
Input "Do no harm - but do something"
Input Yogyakarta Principles

All texts for the practice-based workshop “Do no harm – What does that mean for LGBTI projects?” are in the HES blog under “Kickoff 22”: blog.lsvd.de/tag/kickoff-22/

Würden Sie gerne Hinweise zu Veranstaltungen erhalten? Oder möchten Sie über LSBTI-Projektarbeit informiert werden? Würden Sie gerne erfahren, wie Sie sich selbst einbringen können?

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, uns zu kontaktieren.

Das Projekt der Hirschfeld-Eddy-Stiftung: “Do no harm — Risiken in der internationalen Projektarbeit minimieren. Regenbogenkompetenz durch Beratung, Sensibilisierung und Vernetzung in der internationalen Menschenrechtsarbeit für LSBTI” läuft von Januar bis Dezember 2022.

 Hintergrundartikel finden Sie im Blog der Hirschfeld-Eddy-Stiftung.

 

Project Manager:

Sarah Kohrt, Projektleitung
Sarah Kohrt, Project Manager
Email: sarah.kohrt(ett)hirschfeld-eddy-stiftung.de

Hier können Sie sich für den Newsletter der Hirschfeld-Eddy-Stiftung anmelden. 


Alle Publikationen zum Projekt finden sie unter „DNH-2022″ im Blog der Hirschfeld-Eddy-Stiftung.

Would you like invitations to events? More information? Opportunities to get involved?

Everyone interested is warmly invited to contact us.

Project from the Hirschfeld Eddy Foundation: “Do no harm — How to minimize risks for LGBTI in international project work” running from January until December 2022.

See background articles in the HES blog.

Project Manager:

Sarah Kohrt, Projektleitung
Sarah Kohrt, Project Manager
Email: sarah.kohrt(at)hirschfeld-eddy-stiftung.de

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A report on the project: “Do no harm – How to minimize risks for LGBTI in international project work” from the Hirschfeld Eddy Foundation (HES). All project texts are in the HES blog under „DNH-2022″.