Nordafrika und arabischer Raum (MENA-Region)

Am 15. Januar 2018 wurde das erste queere Filmfestival Mawjoudin in Tunesien eröffnet. Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung unterstützte das Festival, Mitarbeiter Guido Schäfer war bei der Eröffnung vor Ort und begrüßte die die rund 200 Gäste, darunter auch viele Vertreter*innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Institutionen. Ein Vertreter der deutschen Botschaft war ebenfalls dabei. Wie Kultur die Kultur verändert.

Auf Einladung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung waren Menschenrechtsverteidiger*innen aus der tunesischen Hauptstadt Tunis 2017 zu Gast in der Partnerstadt Köln. Zeitgleich wurde die Ausstellung "Where Love Is Illegal" mit Porträts tunesischer Queers organisiert.

Bis Ende 2017 sammelte die Hirschfeld-Eddy-Stiftung Spenden für die tunesische Organisation damj. Ihr Projekt ist ein 26minütiger Dokumentarfilm, in dem anerkannte tunesische Expert*innen in Interviews Informationen über Homosexualität und Transgeschlechtlichkeit aus rechtlicher, medizinischer, psychologischer und anthropologischer Sicht liefern. Mit dem Film wollen die Kolleg*innen von Damj ihre Aufklärungsarbeit fortsetzen: So soll der Film in ganz Tunesien in Kinos gezeigt und an Universitäten mit Studierenden diskutiert werden. Die öffentliche Meinung über LSBTI soll durch sachliche Informationen zum Positiven verändert werden.

Für November 2015 haben die Hirschfeld-Eddy-Stiftung, das Auswärtige Amt und das Goethe-Institut 14 Menschenrechtsverteidiger_innen aus Ägypten, Algerien, Marokko, Oman, Bahrain, Tunesien, Syrien, Lybien und dem Libanon nach Deutschland eingeladen haben, um den Erfahrungsaustausch untereinander und die Vernetzung mit hiesigen Institutionen und AkteurInnen zu ermöglichen. 

Programm der Besuchsreise

Im Rahmen der Besuchsreise organisiert das Auswärtige Amt am 03. November 2016 die Veranstaltung „Nach dem Arabischen Frühling: Risiken und Chancen für LSBTI in Nordafrika und dem Nahen Osten.“

Programm und Einladung zur Veranstaltung

Veranstaltungsberichte