Wie ist eine postkoloniale Arbeit für LSBTI möglich?

Diskussion am Beispiel von Projekten in verschiedenen afrikanischen Ländern

55 Staaten, etliche Sprachfamilien, diverse Klimazonen: Afrika ist ein äußerst vielfältiger Kontinent. Wenn über Feindlichkeit und Gewalt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen (LSBTI) Menschen gesprochen wird, sieht es in jedem Land anders aus. Südafrika hat zwar eine der fortschrittlichsten Verfassungen der Welt, aber gerade dort sind lesbische Frauen häufig Gewaltverbrechen ausgesetzt. In vielen afrikanischen Staaten sind homosexuelle Beziehungen kriminalisiert. Diese Gesetze wurden fast immer erst mit der Kolonialzeit eingeführt. Wie ist vor diesem Hintergrund eine postkolonial orientierte Projektarbeit mit LSBTI möglich?

Wir wollen am Beispiel konkreter Projekte zur Stärkung von LSBTI in Botswana, Simbabwe, Südafrika, Namibia, Sambia und Kamerun diese Fragen diskutieren:

Wie lässt sich aus der Ferne ein differenziertes Bild entwickeln? Wie ist eine Projektarbeit in diesen Ländern möglich, die Engagement mit Selbstkritik verbindet? Was bedeutet das für die Arbeit mit LSBTI?

Berlin, 11. November 2015, 18.30 Uhr
Afrika-Haus Berlin, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin


mit
Dr. Rita Schäfer, freie Wissenschaftlerin
Uta Schwenke, LSVD-Bundesvorstand
Naana Lorbeer, Queer Amnesty

Moderation: Pascal Thibaut, Journalist

Eintritt frei.

Hirschfeld-Eddy-Stiftung in Kooperation mit dem Afrikahaus Berlin.