Yogyakarta-Allianz

 

(English version below)

Die Yogyakarta-Allianz ist ein offenes Netzwerk, das sich kontinuierlich und anlassbezogen zu Fragen der Entwicklungszusammenarbeit und Außenpolitik in Bezug auf LGBTI äußert.

Die Yogyakarta-Allianz richtet Forderungen an die Regierung, die Durchführungsorganisationen und an die anderen Verantwortlichen der deutschen Entwicklungspolitik wie kirchliche Träger, politische Stiftungen und zivilgesellschaftliche Organisationen. Sie formuliert ein bürgerschaftliches Interesse an einer Entwicklungs- und Außenpolitik, die sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität inklusiv aufgreift.

Die Yogyakarta-Allianz ist offen für Interessierte aus der Zivilgesellschaft. Wir freuen uns über neue Aktive aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, aus migrantischen Organisationen, aus NROs (Nichtregierungsorganisationen) und kirchlichen Hilfsorganisationen. Wer sich für eine Sensibilisierung für die besondere Lage von Lesben, Schwulen, Bi, Trans* und intergeschlechtlichen Menschen (LGBTI) in der Auswärtigen Politik und Entwicklungszusammenarbeit engagieren möchte, ist herzlich eingeladen mitzuarbeiten. Die Yogyakarta-Allianz trifft sich regelmäßig in Berlin zu Plenumstreffen. Am 19. März 2015 hat sich die Allianz eine Verfahrensordnung gegeben, die Grundlage der Arbeit ist. 

Die Berliner Plenumstreffen der Yogyakarta-Allianz finden etwa alle sechs Wochen statt. Sie sind offen für neue Interessierte. 

Koordinatorin der Yogyakarta-Allianz ist Sarah Kohrt. Kontaktaufnahme ist sehr willkommen. E-Mail: Sarah Kohrt.

 

Über die Yogyakarta-Allianz

  • Ein wichtiges Thema für uns sind die weltweiten Restriktionen, mit denen gerade LSBTI-Organisationen zu kämpfen haben. Auf Initiative der Yogyakarta-Allianz veranstalten die Hirschfeld-Eddy-Stiftung und das Auswärtige Amt am 1. Juni 2017 in Berlin eine Konferenz zum Thema. Konferenzprogramm und Blog-Artikel

  • Blog: Auf Augenhöhe? Yogyakarta-Allianz: ein postkolonial orientiertes Bündnis (Mai 2016)

  • Die Verfahrensordnung der Yogyakarta-Allianz (März 2015)

  • Kick-off Veranstaltung am 26. April 2013 im Deutschen Institut für Menschenrechte Programm und Einladung

Relevante Dokumente zum Schutz der Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LGBTI)

  • Juni 2017: die ersten beiden Berichte des SOGI-Experten der UN zum Schutz vor Diskriminierung und Gewalt Vitit Muntarbhorn erscheinen. Im Oktober 2017 sollen sie vor der UN-Vollversammlung präsentiert werden.

  • Juni 2016: Der UN Menschenrechtsrat verabschiedet die Resolution A/HRC/32/L.2/Rev.1 und beschließt damit, eine unabhängige Expert_innenstelle zum Schutz vor Diskriminierung und Gewalt aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität einzurichten. Die Stelle wird im September 2016 für die Dauer von drei Jahren besetzt.

  • Im September 2015 wird ein gemeinsames Statement von 12 UN-Organisationen zur Beendigung von Gewalt und Diskriminierung gegen LSBTI veröffentlicht.

  • Der zweite und aktualisierte Bericht des UN Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR) über "Discrimination and violence against individuals based on their sexual orientation and gender identity" (A/HRC/29/23) erscheint im Mai 2015.

  • Im Oktober 2014 beschließt der UN Menschenrechtsrat eine zweite Resolution zum Thema mit dem Titel „Human rights, sexual orientation and gender identity“.  Brasilien, Chile, Kolumbien und Uruguay haben sie vorgebracht. Die Resolution fordert unter anderem einen aktualisierten Bericht A/HRC/19/41 von 2012.

  • Die Publikation "Sexual orientation and gender identity as human rights issues in development cooperation" des Deutschen Instituts für Menschenrechte und der  Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) vom Oktober 2013 bietet auf
    neun Seiten einen sehr guten Überblick über das Thema und zahlreiche Links und Praxisbeispiele.

  • Im Juni 2013 nimmt die EU ihre LGBTI-Guidelines an. Auf 20 Seiten wird beschrieben, dass und wie die Menschenrechte von LGBTI geachtet werden müssen. Die Leitlinien sind für das EU-Personal in allen Ländern und für die nationalen Botschaften der EU-Länder gedacht. 

  • Im November 2011 erscheint der Bericht der UN Hochkommissarin für Menschenrechte mit dem Titel “Discriminatory  laws  and  practices  and  acts  of violence against individuals  based on their sexual orientation and gender identity”(A/HRC/19/41). Eine deutsche Übersetzung von arc international gibt es hier.

  • Im Juni 2011 äußert sich der UN Menschenrechtsrat (UNHRC) in einer ersten Resolution zum Thema, die von Südafrika eingebracht wurde.

  • 2006 kamen in der indonesischen Stadt Yogyakarta Menschenrechtsexpert_innen, Jurist_innen und Aktivist_innen zusammen, um die Yogyakarta-Prinzipien zu formulieren. Diese 29 Prinzipien zeigen, was getan werden muss, um die Menschenrechte unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität (SOGI) zu gewähren. 

Yogyakarta-Alliance (english version)

The Yogyakarta-Alliance is a civil society forum whose aim is to contribute to a German foreign policy and development cooperation that are inclusive of the concerns of lesbians, gays, bisexual, transgender, and intersex people (LGBTI). The Yogyakarta-Alliance is an open network. It publishes policy papers and works toward challenging German development cooperation and foreign policy to raise awareness of the often, extremely precarious situations LGBTI people have to live in.

The Yogyakarta-Alliance was founded in 2012 following an initiative of Dreilinden, Hirschfeld-Eddy-Foundation, and TransInterQueer (TrIQ). Additional founding members include Discover Football and the German section of Amnesty International queeramnesty.

The name refers to the Indonesian city of Yogyakarta where international experts gathered in 2006 to draft the Yogyakarta-Principles. The Principles are an application of International Human Rights Law in relation to Sexual Orientation and Gender Identity (SOGI) and outline  what has to be done to guarantee full enjoyment of human rights for lesbian, gay, bisexual and transgender (lgbt) people.
If you have an interest in helping promote the rights of LGBTI people, you are welcome to get in touch and join us.

Members of NGOs (non-governmental organizations) are welcome to join us as well as committed individuals of all backgrounds.We would especially like to encourage members of faith based organizations in the cooperative development cooperation, of migrant and diasporic organisations based here in Germany to join the Yogyakarta-Alliance. We meet in person at regular intervals in Berlin.

If you need more information or would like to attend one of our meetings, please don´t hesitate to contact Sarah Kohrt, Platform LGBTI-rights at Hirschfeld-Eddy-Foundation and the Yogyakarta-Alliance´s coordinator.

About the Yogyakarta-Alliance

  • International conference at the German Federal Foreign Office in Berlin, 1 June 2017: Time to react – Creating an enabling environment for civil society
    Conference Program
    and Blog articles
  • Blog: Equal footing? The Yogyakarta Alliance: A postcolonial course of action (may 2016)

Relevant documents on protecting LGBTI (lesbian, gay, bisexual, transgender and intersex) human rights